Kreiszeltlager 2004 in Wildeshausen

 

Am 10. Juli 2004 startete das Kreiszeltlager in Wildeshausen. Um 10.00 Uhr sollte es vom Mühlenanger in Northeim losgehen. Über 750 reiselustige Jugendliche und Betreuer warteten auf die Abfahrt, doch bevor es endlich losging, wurden die Nerven noch sehr strapaziert. Oh Schreck!! Es kamen nur 12 anstatt 13 Busse. Nun ging das getausche los. Aus dem einen Bus raus in den anderen rein und dann ein paar Betreuer wieder raus in einen anderen Bus, aber irgendwann war auch das geschafft und es ging endlich los. Nach dem Motto „Eine Busfahrt die ist lustig…“ liessen wir uns nicht unterkriegen, obwohl wir noch nicht mal eine Stunde gefahren waren und prompt im Stau standen. Irgendwann, man weiß nicht mehr wann genau, kamen wir endlich in Wildeshausen an. Alles raus aus den Bussen und oh Schreck es waren gar keine Zelte zu sehen. Was war hier los??? Fragen über Fragen, auf die niemand eine Antwort wußte. Was hatte das Vorkommando in den 2 Tagen getrieben?? Hatten Außerirdische unsere Zelte geraubt??? Dann kam endlich unser Empfangskomitee. Die Sache wurde klargestellt. Wir müssten erst durch den dunklen Wald und dann über die Sportplätze gehen um zu unserer Zeltstadt zu gelangen. Die Meuterei war perfekt, das hatte uns noch gefehlt. Aber alles Meckern und murren nutzte nichts. Die Koffer mussten zu den Zelten.

Am Abend war dann die traditionelle Lagereröffnung. Es waren wieder alle „wichtigen“ Leute angereist. Spätestens hier waren der Frust und die schlechte Laune vom nachmittag wie weggeblasen. Jetzt wurde gefeiert bis zur Sperrstunde.

Der Wettergott war uns zwar nicht immer gut gesonnen, aber wir machten das Beste draus. Wir hatten noch Glück – gut ausgerüstet wie man das von der JF Holtensen erwarten kann – konnten wir doch unsere nassen Sachen und uns selber am Ofen aufwärmen. Der Neid der meisten umliegenden Feuerwehren war uns sicher. Aber wie sagt man so schön: Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlecht ausgerüstete Feuerwehren.

Am Sonntag nach dem Essen gingen wir ins Schwimmbad (hier muss man anmerken, dass noch ca. 300 andere dieselbe Idee hatten). Ein verzweifelter Bademeister nahm uns in Empfang und begrüßte uns mit den Worten „wo kommen nur soviele Jugendliche her“ die Antwort war ganz einfach – Kreiszeltlager – Es könnten noch 500 Leute kommen. Das war zuviel für den guten Mann. Er schloss die Pforten und wir konnten zusehen wo wir uns in dem Gewühl umzogen. Der Fairness wegen muss man sagen, dass es geregnet hat und alle ins Hallenbad wollten. Wäre das Wetter super gewesen und man hätte das Freibad benutzen können, hätte es diese Probleme nicht gegeben. Nach diesem Horrortag durfte man nur noch für 1 Stunde ins Schwimmbad und nur wenn man sich vorher angemeldet hatte. Mehr als 80 Personen wurden nicht mehr akzeptiert.

Am Mittwoch hatten wir dann endlich unsere erste Ausfahrt. Es ging ins berühmt, berüchtigte Space Center. Die Meinungen gingen sehr auseinander, dem einen hat es gefallen dem anderen war es zu unspektakulär. Doch ein Laden hat von unseren Jungs profitiert. Sie kamen alle mit JoJo´s zurück und dann gab es kein halten mehr. Es würde ständig geübt und neue Tricks erlernt. Intern wurden bestimmt auch JoJo – Weltmeisterschaften ausgetragen. Am Abend ging es in Norddeutschlands größte Disco, die FunFactory. (Da merkte man dass wir aus der Provinz kommen, keiner kannte diese Disco). Sie wurde extra für uns schon um 20.00 Uhr geöffnet. Alle die mit waren, hatten einen riesen Gaudi. Um 22.00 Uhr war LEIDER Schluß. Schade, es wurde gerade richtig lustig. Unsere Jungs gaben auf den Tanzpodesten einfach alles und man höre und staune es wurde sogar der HOLZ MICHEL gespielt. Am Freitag war die 2. Ausfahrt – es ging nach Bremen und zwar mit der Bahn. Auch die Bahn war für solche Menschenmassen nicht gerüstet. Jeder der einen Platz bekam konnte sich glücklich schätzen, aber nicht lange, denn dann kamen die Kumpels und im nu saß man mit 5 Leuten auf einer  Bank. In Bremen angekommen, ging es zuerst in das Übersee – Museum direkt am Bahnhof. Hier konnte man sich die Entstehung der Kulturen und Lebewesen ansehen. Dann ging es weiter in die Innenstadt, hier konnte jeder tun und lassen was er wollte. Es wurde ein Treffpunkt und eine Uhrzeit vereinbart und man glaubt es kaum alle waren wieder da. Wir Betreuer hatten uns schon auf eine größere Suchaktion eingestellt. Abends gab es dann den Lagerabschluß.

Das war natürlich noch lange nicht alles, aber das was hier nicht geschrieben steht, unterliegt leider dem Zeltlagergesetzt.

                        G E H E I M ! ! !

Im nächsten Jahr geht es wieder los – immer vom ersten Samstag in den Sommerferien eine Woche lang.

 

HH